- Spielmannszug-Stralsund

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Chronik
 
 
 

Im September 1953 trafen sich in der Betriebsberufsschule des VEB Volkswerft Stralsund Lehrlinge, Lehrausbilder und Arbeiter, um unter Leitung von Walter Wenzel einen Spielmannszug aufzubauen. Innerhalb kürzester Zeit gelang es dem Spielmannszug, aufgrund seiner guten musikalischen Fähigkeiten, zu einem renommierten Klangkörper innerhalb des Bezirkes und der Republik aufzusteigen.

Einige Höhepunkte während dieser Zeit waren das  IV. und  V. Turn- und Sportfest in Leipzig, der GST- Kongress in Halle sowie das Deutschlandtreffen in Berlin.
Nach der Übernahme des Spielmannszuges in der BSG Motor Stralsund als spätere Sektion Spielleute im September 1960 spielten die Sportfreunde mal in der Sonderklasse, mal in der LK I.

Mitte der 70-ger Jahre beendete unser Stabführer und Übungsleiter Walter Wenzel seine aktive Laufbahn aus gesundheitlichen Gründen.
Diese Funktion wurde von Walter Knuth übernommen.

Mehr recht als schlecht bewegte sich unser Spielmannszug in den mittleren Regionen aller Spielmannszüge und unser guter Name verblasste etwas. Hinzu kam, dass wir durch die Übersiedlung der ASG - Vorwärts - Rostock nach Stralsund unsere Übungsräume im Sporthaus am " Stadion der Freundschaft" 1967 verloren. Dafür gab man uns einen Klubraum im Seglerhafen, um mit allen Sportfreunden den Übungsbetrieb durchzuführen.
Lustlosigkeit machte sich unter den Spielleuten bemerkbar, unterstützt auch vom Stabführer. Eigentlich war es ein Wunder, die Nominierung für das Sportfest 1977 zu bekommen. Sollte Stralsund ein gleiches Ende finden wie die TSG - Wismar? Das durfte nicht sein.
Die Sportfreunde J. Waligora, W. Dabel, R. Staffeldt, K.- H. Aßmann und einige andere beschlossen, den Spielmannszug weiterzuführen und geeignete Maßnahmen durchzusetzen.

Mit Hilfe der BSG - Leitung, der staatlichen Leitung der Volkswerft, dem Rat der Stadt und anderer gesellschaftlicher Institutionen bekam der  Spielmannszug eine neue Heimstätte in der Karl - Liebknecht OS. Des Weiteren vereinigten wir uns mit dem Nachwuchszug. So standen eben 9 und 10 jährige Sportfreunde neben solchen, die die " Fünfzig" bereits überschritten hatten. Viel wurde geübt, um ein gemeinsames Repertoire einzustudieren. Große Hilfe erhielten wir von Dieter Erhardt, Musiker am Stadttheater, der später selbst Mitglied unserer Sektion wurde und unser musikalisches Rückgrat darstellte.

So stiegen wir  kontinuierlich von der Allgemeinen Klasse in die Leistungsklasse I auf, wurden 1982 erstmals Bezirksmeister und gewannen 1983 den Pokal  für die beste Sportfestmusik. So ist es nicht verwunderlich, dass viele 14 jährige Spielleute unseres Zuges an der Musikschau in Leipzig teilnahmen, da sie ja bereits 5 Jahre dem Erwachsenenkollektiv angehörten. Gleichzeitig mit der Neuformierung unseres Zuges wurde ein neuer Nachwuchszug aufgebaut, der bereits 2-mal Bezirksmeister und 1-mal Spartakiade Sieger wurde.

Am 1. Oktober 1983 feierte Spielmannszug sein 30 Jähriges Bestehen. Seit der Gründung des Spielmannszuges aktiv dabei waren die Sportsfreunde Waligora, Genz und Kemming, 29 Jahre dabei  Sportfreund Rose und 25 Jahre der Sportfreund Dabel.
Drei der genannten Spielleute nahmen auch an der Musikschau 83 in Leipzig teil, wo insgesamt 31 Spielleute vertreten waren.


 
 
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